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Expertentreffen zum Rückgang der Schwimmblattvegetation
Vor kurzem fand ein digitales Expertentreffen zum Rückgang der Schwimmblattvegetation am Bienener Altrhein statt.
Mit Schwimmblattvegetation sind die See- und Teichrosen gemeint, die früher hektarweise den Bienener Altrhein bedeckt haben. Seit Beginn der 2000er Jahre sind sie stark zurückgegangen. Erst verschwand die Weiße Seerose, mittlerweile ist auch die Gelbe Teichrose verschwunden. Unklar ist jedoch wieso. Eine Vermutung war, dass die Schwimmblattpflanzen auch von Fraß durch die Nutria beeinträchtigt wurden. Aber auch nach Entfernung dieser, ging der Bestand weiter zurück. Weitere Faktoren wie die Wasserqaulität, Fraß durch andere Tiere oder Fischaktivitäten könnten eine Rolle spielen.
Bei Anpflanzversuchen von See- und Teichrosen zeigte sich bisher ein differenziertes Bild. In großen umzäunten Flächen und bei größerer Wassertiefe gingen die Pflanzen nach ein bis zwei Jahren zugrunde. Bei kleinen käfiggeschützten Anpflanzungen von nur 25 qm Größe und in geringer Wassertiefe entwickeln sie sich bisher gut.
Um dem Problem auf den Grund zu gehen, wurde mit deutschen und niederländischen Expertinnen und Experten über das Thema diskutiert. Welchen Einfluss hat die hohe Trübung des Wassers? Welche Rolle spielen die bodenwühlenden Fische wie Brasse oder Karpfen? Wie kann der Einfluss von Wind und damit der Wellenschlag gemindert werden?
Das Problem ist multifaktoriell: keiner der genannten Punkte wird letztlich alleine verantwortlich für den Rückgang der See- und Teichrosen sein. Trotzdem spielt jeder Faktor eine Rolle.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die spannende Diskussion. In den kommenden Wochen werden neue Versuchsanpflanzungen angelegt, um weitere Erkenntnisse über die konkreten Bedingungen am Bienener Altrhein gewinnen zu können. Und mit Unterstützung der Stöckmann-Stiftung können zusätzlich noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.